Transplantation

Ansprechpartnerin:
Prof. Dr. med. Sonja Schrepfer
Tel.: +49 40-7410-59982
E-Mail: schrepfer@stanford.edu
Website

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Universitäres Herzzentrum Hamburg, Klinik und
Poliklinik für Herz- und Gefäßchirurgie,
TSI-Lab (Transplant and Stem Cell Immunobiology)
Martinistraße 52
20246 Hamburg

Eine Transplantation, sprich eine Übertragung körperfremden Gewebes in einen Organismus, ist mit vielen Komplikationen verbunden, da diese ‚Fremdkörper‘ grundsätzlich nicht als ‚Selbst‘ angenommen werden. Diese Tatsache liegt unter anderem daran, dass jeder einzelner Organismus eine spezifische Form von Rezeptoren, den sogenannten MHC- Rezeptoren, an der Oberfläche jeder kernhaltigen Zelle trägt, was diese vor der eigenen Immunabwehr schützt und somit eine Zerstörung des ‚Selbst‘ verhindert. Kommt es nun zum Beispiel wegen einer Transplantation bei den ständigen ‚Überprüfungen‘ des Gewebes mittels T- Zellen zu einer ‚Fremderkennung‘, werden die betroffenen Zellen abgestoßen und zerstört. Nicht einmal Geschwister, eineiige Zwillinge ausgenommen, verfügen über die exakt selben MHC- Rezeptoren.

Die immunologische Barriere verhindert so bisher den klinischen Einsatz der allogenen Stammzelltransplantation zur Regeneration von geschädigtem Gewebe. Sie limitiert außerdem den Langzeiterfolg der Organtransplantation. Deshalb wird für die Organtransplantation eine dauerhafte Immunsuppression eingesetzt, die aufgrund ihrer bislang sehr unspezifischen Angriffspunkte zu erheblicher Morbidität führt.

Ein besseres Verständnis der zugrundeliegenden immunologischen Mechanismen ist unbedingt notwendig, um neue, deutlich spezifischere Therapieansätze zu entwickeln, um die Transplantation von Stammzellen in die klinische Anwendung zu bringen und um die Organtransplantation erfolgreicher zu machen.

In den vorgestellten Arbeitsgruppen werden transplantationsimmunologische Fragestellungen in der Organtransplantation (Herz- und Lungentransplantation, etc) als auch in der adulten und embryonalen Stammzelltransplantation mit aktuellsten Methoden bearbeitet. Außerdem wird an der inhalativen Immunsuppression für Lungentransplantation geforscht, sowie am Problem der Antikörper-induzierten chronischen Transplantatabstoßung.