ADP-Ribosyltransferasen auf antigenpräsentierenden Zellen

Prof. Dr. Friedrich Haag (AG Klinische Immunologie und Immundiagnostik)

Extrazelluläre Purin-Nukleotide oder deren Abbauprodukte (z.B. ATP, NAD und Adenosin) wirken auf vielfältige Weise auf T-Lymphozyten und andere Immunzellen. Dabei unterliegt die Art der erzielten Wirkung einer komplexen Regulation.

So bewirkt z.B. ATP in hohen Konzentrationen, ebenso wie die NAD-abhängige ADP-Ribosylierung des P2X7-Rezeptors, die Aktivierung dieses Rezeptors und löst dadurch pro-inflammatorische Effekte wie die Sekretion von IL-1b aus. ATP in niedrigen Konzentrationen (über Stimulation von P2Y-Rezeptoren) und extrazelluläres Adenosin (über die Stimulation von P1-Rezeptoren) wirken dagegen anti-inflammatorisch.

Die Modifikation von Zelloberflächenproteinen und auch von löslichen Proteinen durch ADP-Ribosyltransferasen in Gegenwart von extrazellulärem NAD moduliert häufig die Funktion der betroffenen Zielproteine und führt dadurch zu regulatorischen Effekten.

Auf murinen T-Lymphozyten führt die ADP-Ribosylierung des P2X7-Rezeptors durch die ADP-Ribosyltransferase ART2.2 zu einer vollen Aktivierung des Rezeptors. Wir haben kürzlich die Isoform ART2.1 auch auf der Oberfläche von dendritischen Zellen und anderen APCs beobachtet. Auf diesen Zellen führt die ADP-Ribosylierung von P2X7 nicht zu einer vollen Aktivierung des Rezeptors, sondern zu einer Senkung der Schwelle für die Aktivierung durch ATP.

Kooperationspartner:

  • Case Western Reserve University, Cleveland, USA
    School of Medicine - Department of Physiology and Biophysics
    Prof. George R. Dubyak
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  • INSERM U955, France
    Prof. Dr. Michel Seman
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