Funktionelle Bedeutung der Expression von CD38 auf T-Lymphozyten von Patienten mit systemischen Lupus erythematodes (SLE)

Prof. Dr. Friedrich Haag (AG Klinische Immunologie und Immundiagnostik

Extrazelluläre Purin-Nukleotide oder deren Abbauprodukte (z.B. ATP, NAD und Adenosin) wirken auf vielfältige Weise auf T-Lymphozyten und andere Immunzellen. Dabei unterliegt die Art der erzielten Wirkung einer komplexen Regulation.

So bewirkt z.B. ATP in hohen Konzentrationen, ebenso wie die NAD-abhängige ADP-Ribosylierung des P2X7-Rezeptors, die Aktivierung dieses Rezeptors und löst dadurch pro-inflammatorische Effekte wie die Sekretion von IL-1b aus. ATP in niedrigen Konzentrationen (über Stimulation von P2Y-Rezeptoren) und extrazelluläres Adenosin (über die Stimulation von P1-Rezeptoren) wirken dagegen anti-inflammatorisch.

Die Modifikation von Zelloberflächenproteinen und auch von löslichen Proteinen durch ADP-Ribosyltransferasen in Gegenwart von extrazellulärem NAD moduliert häufig die Funktion der betroffenen Zielproteine und führt dadurch zu regulatorischen Effekten.

Unter anderen Auffälligkeiten zeichnen sich T-Lymphozyten von Patienten mit systemischem Lupus erythematodes (SLE) durch eine erhöhte Expression der NAD-Glykohydrolase CD38 aus. In diesem Projekt sollen die Effektorfunktionen von CD38+ T-Zellen von SLE.-Patienten mit Hilfe der Durchflusszytometrie genauer untersucht werden.

Kooperationspartner:

  • CSIC Instituto de Parasitologia y Biomedicina, Granada, España
    Cell Biology and Immunology
    Dr. Jaime Sancho López
    Cell Biology and Immunology